Alles in Ordnung?
Die ista ist “das erste und weltweit führende Unternehmen für die verbrauchsgerechte Erfassung und Abrechnung von Energie, Wasser und Hausnebenkosten. Durch die Integration von Produkt und Dienstleistung bieten wir unseren Kunden Service-Leistungen aus einer Hand.” Prima Sache, vor allem, wenn man als Vermieter, zum Beispiel aus Hannover, Wohnungen ürgendwo anders in Deutschland zu verwalten hat. Die “Angebote für Hausverwalter, Hauseigentümer oder Energieversorgungsunternehmen reichen von der Lieferung und Installation von Messgeräten über die Verbrauchserfassung bis hin zur verbrauchsgerechten Abrechnung. Damit leisten wir einen wertvollen Beitrag zum verantwortungsvollen Umgang mit Wasser, Wärme, Gas und Strom.”
So weit, so klar. Jetzt will die ista natürlich möglichst nah an ihren Kunden sein – und checkt die Erbringung ihre Leistungen deshalb offenbar telefonisch per Marktforschung ab. Zu bewerten sind verschiedene Faktoren der Kundenzufriedenheit, die Skala reicht von eins bis fünf. So weit, so gut. Interessant ist dann aber vor allem eine weiterführende Frage: ob man in Zukunft womöglich auch daran interessiert sey, von der ista zusätzlich zu den Zählerständen auch detaillierte Angaben ob des allgemeinen Wohnungszustands zu erfahren – ein Angebot, dessen Attraktivität ebenfalls von eins bis fünf zu bewerten ist.
Im beschriebenen Fall sorgte das Wort “Stasi” sofort dafür, das Thema nicht weiter zu verfolgen. Wie nun andere Vermieter als mein Gesprächspartner auf so eine Frage reagieren, mag man ahnen. Und ob es besser ist, vor dem Ablesetermin einer unabhängigen Gesellschft fürderhin doch mal besonders gründlich aufzuräumen, kommt heutzutage wohl darauf an, wie sehr Punk man sich noch traut zu sein.